Harry Künzel kanns nicht lassen
13. Oktober 2013 | Von Reinhard Rädler | Kategorie: Kultur, News

Seit acht Jahren gibt das Ehrenmitglied des Kunst- und Kulturvereins, Harry Künzel, im Tauchaer Kulturcafé in regelmäßigen Abständen Konzerte, am Sonntag war er das 17. Mal im Esprit. Vom legendären Fips Fleischer bekam er einst den Rat „Du brauchst ein Erkennungszeichen“. Seit dieser Zeit setzt er sich bei passender Musik immer eine „Kreissäge“, einen flachen Strohhut, auf und singt dabei unter anderem den „Mackie-Messer-Song“.
Der studierte Musiker konnte an den großen Orchestern bei klassischer Musik wenig Gefallen finden: „Da musste ich immer 16 oder 32 Takte warten, bis ich wieder mal dran war. Da bin ich abgerutscht in die Heitere Muse“, erzählte er. „Mich zog es immer schon zum Swing oder zum Jazz. Da war die Live-Musik zu den Tanzabenden in der Tauchaer Stadthalle, dem „Schuppen“, wie die Einheimischen damals sagten, eher etwas für mich. Das war wenigstens richtige handgemachte Musik“, schaute er auf Abschnitte seines Musikerlebens zurück.
„Ich kann nicht von der Musik lassen“, sagt er immer wieder. So spielt er heute noch mit Leidenschaft in Grimma oder in Höfgen zu Gottesdiensten die Kirchenorgel, tritt beim Tauchscher dem Kartoffelfest oder dem Weihnachtsmarkt in Taucha auf und leitet noch den Singkreis Hohenheida, der immer Mittwochs im Merkwitzer Heimatstübchen probt.
Mit einem „Dankeschön, ich sag Dankeschön“, verabschiedete sich Vollblutmusikant Harry Künzel von seinem begeistert applaudierenden Publikum.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler