Die Freiwil­lige Feuer­wehren von Tau­cha und Merk­witz zogen Bi­lanz

11. Februar 2017 | Von | Kategorie: News, Stadtentwicklung

Zur Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Taucha und Merkwitz zog Stadtwehrleiter Cliff Winkler in seinem Rechenschaftsbericht eine Bilanz der geleisteten Arbeit des letzten Jahres.
Beide Wehren hatten im letzten Jahr 78 Einsätze. Laut Einsatzstatistik waren es in der Hauptsache zu zwei Dritteln technische Hilfen, wie Türöffnungen oder Beseitigung von Sturm- und Wasserschäden sowie von Ölspuren. Bei zwei Bränden in Plösitz, je einem Laubenbrand in der Cradefelder und in der Kriekauer Straße sowie einem Brand in einem Heizungskeller in der Marktstraße waren die 52 Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen mit ihrer Technik vor Ort. 8882 Einsatzstunden haben sie dabei geleistet.
Mit Schulungen und Ausbildungen, Veranstaltungsabsicherungen und Bereitschaftsdiensten wurden insgesamt 11 899 Einsatzstunden geleistet, was 496 Tagen entspricht.
In der Ausbildung stand vor allem der Digitalfunk im Fokus, der mit dem Wechsel der Zugehörigkeit zur Rettungsleitstelle Leipzig das Einsatzgeschehen nunmehr mitbestimmt. Die Umstellung ist aber noch etwas holprig, wie Ortswehrleiter Michael Denzer kritisch anmerkte, denn mit der neuen Technik ist die Merkwitzer Wehr noch nicht vollständig eingebunden. Wertvolle Erfahrungen konnten die Kameraden bei praxisnahen Übungen, wie bei der Brandbekämpfung einer aktiven Solaranlage, dem Ausleuchten von Einsatzstellen oder dem Einsatz tragbarer Leitern sammeln. Weitere Kenntnisse erwarben die Feuerwehrleute in speziellen Lehrgängen. So hat jetzt ein Kamerad die Berechtigung zur Durchführung einer Brandverhütungsschau, wie sie bei katalogisierten Objekten, wie Kindergärten und Schulen vorgeschrieben ist. Dazu mussten vorher Experten anderer Wehren kostenpflichtig herangezogen werden. Einen nicht unerheblichen Anteil an Einsatzstunden hat die Absicherung von Veranstaltungen, wie dem Osterfeuer oder dem Tauchscher Stadtfest. Die Organisation und Teilnahme an Tagen der offenen Feuerwehr für die Kinder der Regenbogenschule oder beim Weihnachtsbaummarkt am Gerätehaus sowie beim 75-jährigen Geburtstag der Feuerwehr Merkwitz waren Dienst und öffentlichkeitswirksame Präsenz zugleich.
Anhand von Dokumenten habe die Historik-Gruppe vieles über die Geschichte der Tauchaer Feuerwehr zusammentragen können, wie deren Mitglied Jürgen Kolbig schilderte. Dank eines Artikels in der LVZ habe man weiteres wichtiges Material bekommen. Es bestehe durchaus noch Interesse, rief Kolbig die Tauchaer auf, in Alben und auf Dachböden nach zeitgeschichtlichen Dokumenten zu kramen und sie den Chronisten zur Verfügung zu stellen.
Jugendwart André Pauli berichtete über die Arbeit mit den 20 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, aus der im letzten Jahr ein Mitglied in die aktive Wehr übernommen werden konnte. Aus persönlichen und beruflichen Gründen bat der Jugendwart um Entbindung von seiner Funktion. Xandra Winkler aus der Einsatzgruppe wurde seine Nachfolgerin.
Bürgermeister Tobias Meier würdigte in seinem Grußwort die Leistungen aller Kameraden und dankte ihnen für den freiwilligen Einsatz für die Sicherheit der Stadt.

Mit einem Blaulichttag am 17. Juni auf dem Markt und mit einem Tag der offenen Tür am nächsten Tag in der Sommerfelder Straße will die Tauchaer Feuerwehr gemeinsam mit der Bevölkerung in diesem Jahr „125 Jahre Jugendfeuerwehr“ und „20 Jahre Feuerwehr-Gerätehaus“ feiern.
Für besondere Leistungen wurden einige Kameraden prämiert.
Text und Fotos: Reinhard Rädler

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