Damals präsentiert vom Internet Verein Taucha, der sich 2016 aufgelöst hat und als eigenständige Untergruppe in den Heimatverein integriert wurde.
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28.02.10 Be"Swing"ter Spätnachmittag mit Harry Künzel
Es war wieder einmal Swingtime angesagt im Café esprit. "Mister Swing" höchstselbst, in Gestalt von Harry Künzel", gab sich die Ehre und nahm sein Publikum mit in die guten alten Zeiten der handgemachten Musik.
Schon wegen seinem virtuosen Klarinetten- und Saxophonspiel lohnte sich der Weg, hinzu kam noch eine gehörige Portion Entertainment, mit dem der Altmeister jedes seiner Musikstücke kommentierte, sich dabei oftmals selbst auf den Arm nehmend. Auch kleine Missgeschicke meisterte er wort- und pointenreich, schickte seine Frau in die Garderobe, damit sie ihm "den Vorschlaghammer und den Wagenheber" hole, weil sich "das B-Loch verklemmt hatte..".
Um so besser klang dann Gershwins "Summertime", "...damit es endlich Frühling wird!"
Meist spielt er mit geschlossenen Augen, man spürt, dass er seine Musik nicht nur liebt sondern lebt. "Wenn man bläst, nimm das Herz mit dazu!", hat er seinen Schülern immer wieder gesagt. Bei manchem scheint es gefruchtet zu haben, denn "ich erkenne mich bei dem einen oder andern manchmal selbst wieder. Er scheint gewirkt zu haben". Er selbst fühlte sich fast geadelt, als er 1947 bei dem legendären Leipziger Orchesterchef Kurt Henkels aushelfen durfte. Improvisation war in den großen Bigbands angesagt. "Ich hab das wörtlich genommen und habe beim C-Jam-Blues von Duke Ellington die Kleine Nachtmusik und kirchliche Musik von Bach gespielt". Erzählts und greift wie nebenbei mit einer Hand in die Tasten des Keyboards und lässt einige Takte aus der Bachschen Toccata in d-Moll. erklingen. "Ich bin bei meinen Improvisationen manchmal selber überrascht, was dabei rausgekommen ist. Und wenn ich's aufgezeichnet habe, klopfe ich mir dann schon mal selber auf die Schulter", lacht der 77-jährige Merkwitzer
Beim "Watermelon Man" kam wieder mal der musikalische Schelm durch, denn mit großen Gesten deutete er die im Background vorkommenden Maultrommeln an. Seine Frau bekommt auch ab und zu mal einen kleinen, gutgemeinten Scherz ab. Aber, wenn er bei Satchmos "What a Wonderful World" ihr ein "I love you!" widmet, macht er das gleich wieder gut.
Obwohl ihm der Arzt rät, kürzer zu treten, von der Musik kann er nicht lassen. Er spielt Kirchenorgel, gibt noch Privatunterricht und übt jeden Montag von 18-19.30 in der Alten Schule in Hohenheida mit seinem "Hohenheidaer Singkreis", für den er immer sangesfreudige Frauen sucht..
Viele seiner Titel, wie z.B. "Icecream" oder "Down by the Riverside" begleitete er gesanglich, dass hat er schon oft gemacht, das kannte man von ihm. Als er aber zum Schluss mit "Mach die Augen zu, schlaf ein", ein Lied seines Sohnes Tobias sang, hörte man einen anderen Harry Künzel. Da spürte man seine ganze musikalische Seele und...den 6-fachen Großvater.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler
PS: "Meine in den USA lebende Schwester liest das Online-Magazin des Internetvereins regelmäßig", sagte Harry Künzel und schickt auf diesem Wege einen Gruß über den Großen Teich. Der Internetverein schließt sich da gerne an.
28.02.10 Außergewöhnliche Wintergäste in Taucha
Der strenge Winter hat nämlich allerlei Tiere in die Parthestadt gelockt. Die Enten gehören ja noch zum normalen Winterbild, nicht nur in Taucha, aber eine Graugans ist schon etwas außergewöhnlicher und auch die absolut weggefallene Fluchtdistanz der Nutrias ist nicht nur durch die Kälte zu erklären. Sie waren ja einstmals noch Haustiere. So ist es nicht verwunderlich, dass sie selbst Hunden gegenüber nicht allzu scheu sind.
Interessanter ist aber die Geduld des Reihers gegenüber dem Fotografen. Die zugefrorenen stehenden Gewässer zwangen ihn an wenige ruhige Stellen in der Parthe, wo er dann auch Erzwungenehrmaßen einen näheren Kontakt zuließ.
Doch eine richtige Seltenheit für Taucha dürften Kormorane und Gänsesäger sein. Zumindest ein Kormoran war mehrere Tage in der Parthe zu beobachten, wie er sehr erfolgreich den Fischen zu Leibe rückte. Die Gänsesäger waren in einer Gruppe zu dritt erschienen, zwei Männchen in korrektem schwarz-weißem Anzug und ein Weibchen in schlichtem Grau und rotem Kopf mit Federhaube. Sie sind ebenso exzellente Taucher und fangen sich ihre Fische mit den gezahnten Schnäbeln im Flachwasser genauso wie in tiefem Wasser.
Ob diese Tiere von allen gern gesehen werden, mag dahingestellt sein; auch das Füttern der Enten und Nutrias wird kritisch gesehen. Auf jeden Fall sind die Stammgäste an Parthe und Schöpppenteich und ihre gefiederten Gäste für sehr viele Menschen aller Altersgruppen ein sehr erfreuliches und unterhaltsames Stück des Alltags.
Bericht für IVT: Steffen Ettrich - Der IVT sagt Danke für die extellenten Schnappschüsse
26.02.10 Parthebadverein Taucha will mit neuen Ideen Badbesucher gewinnen
Es wird langsam Frühling, aber der nächste Sommer kommt bestimmt. Und so wird auch am 01. Mai 2010 wieder das Parthebad Taucha öffnen. Für den Parthebad Taucha e.V. war das Anlass genug, in seiner Mitgliederversammlung am 24.02.10 die Vereinsaktivitäten des Jahres 2009 auszuwerten und für das neue Jahr Initiativen und Veranstaltungen zur Förderung und Unterstützung des Parthebades Taucha zu beschließen.
Heike Meyer, die Vereinsvorsitzende, schlug in Abstimmung mit ihrem Stellvertreter, Frank Walter (er ist z. Z. mit als MDR-Techniker bei Olympia in Vancouver), vorgeschlagen, in den Vorstand als Schriftführerin Andrea Thiergen und für die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit Madeleine Gomar zu wählen. Die Vereinsmitglieder folgten einstimmig diesen Vorschlägen. Die neuen Vorstandmitglieder werden mithelfen, bestimmte Defizite in der jungen Vereinsarbeit zu überwinden.
Die bisher 22 Mitglieder des Vereins konnten sich auf den Zugang von 3 neuen Mitgliedern freuen. So sagte zum Beispiel René Müller, dass er mit seiner Mitgliedschaft helfen möchte, die Ziele des Vereins durch ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Ähnlich äußerten sich auch die beiden anderen neuen Vereinsmitglieder, Ingrid Tischler und Jennifer Landgraf.
Die Verantwortlichen für die Aktivitäten und Veranstaltungen des Jahres 2010 wurden bestimmt und einige Maßnahmen dazu beschlossen. So wird sich der Verein unter anderem. am 6. und 7. März mit seinem Maskottchen "Parthelino" bei der Gewerbemesse und mit einem Stand zum Osterfeuer am 01.04.10 aktiv beteiligen. Die schon traditionellen Termine "Anbaden" zum 01. Mai, Kindertag-Veranstaltung (diesmal schon am 30. Mai - Sonntag vor dem 1.6.) mit der Organisierung eines Kinder-Wettbewerbes, die Karibische Nacht am 14. August sowie die Beteiligung am Festumzug zum Tauchscher 2010 sind Bestandteil der Jahresaktivitäten.
Heike Meyer dazu: "Wir wollen mit unseren Veranstaltungen auf die Attraktivität des "Parthebades Taucha" in unserer Stadt und auch darüber hinaus aufmerksam machen, denn nur ein gut besuchtes Bad hat Chancen in Zeiten klammer Kassen der Kommunen langfristig zu bestehen". Vereinsmitglied Andreas Neutsch fügte hinzu: "...das Bad ist zwar im Besitz der IBV GmbH, aber es kann nur durch Zuschüsse durch die Stadt Taucha erhalten bleiben".
Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen werden durch Mitgliedsbeiträge, aber auch Spenden von Privatpersonen und Firmen finanziert. Karsten Meyer, einer der Gründungsmitglieder und langjähriger Mitstreiter der Badinitiative hatte in lyrischen und witzigen Worten einen mit Beifall von den Vereinsmitgliedern aufgenommenen Spendenaufruf verfasst.. Durch persönliche Gespräche von Vereinsmitgliedern mit potenziellen Spendern soll der nun in der nächsten Zeit an den "Mann" gebracht werden und natürlich auch etwas Geld in die Vereinskasse einbringen.
Wenn Sie, liebe Leser des "Online Magazins", dem Parthebad Taucha e.V. eine Spende, zweckgebunden oder allgemein, zukommen lassen möchten, so können sie dies auf das Konto der Sparkasse Leipzig BLZ: 860 555 92, Konto.Nr. 1100 463 964 mit dem Kennwort: "Spende an Parthebad Taucha e.V." einzahlen. Eine Spendenquittung erhalten Sie selbstverständlich.
Bericht IVT. Text und Fotos: Joachim Chüo
25.02.10 Abwechslungsreiche Kost für Lesehungrige in Taucha
Seit 1991 gibt es im Rahmen der Leipziger Buchmesse Europas größtes Lesefest "Leipzig liest" und seit nunmehr 6 Jahren mischt auch Taucha im Konzert der Leseorte mit.
Vom 17. bis zum 21. März 2010 werden wieder Autoren aus der Region und anderen Bundesländern zur größten Lesereihe außerhalb der Stadtgrenzen Leipzigs in Taucha zu Gast sein. Wie all die Jahre zuvor, ist auch dieses Mal der Kunst- und Kulturverein (KuKuTa) für dieses Event der Leseratten in Taucha federführend. Mit im Boot sind dabei die Stadtverwaltung, der Tauchaer Verlag, die Stadtbibliothek, die Buchhandlung "Leselaune", das Cafe esprit und das "Klosterschankhaus Taucha"
Während der KuKuTa vom Landratsamt noch keine Antwort auf seine Anfrage nach Unterstützung erhielt, wolle die Stadt Taucha prüfen, welche weitere Unterstützung zur ohnehin schon kostenfreien Nutzung des Ratssaales und dem Versand der Einladungen nötig und möglich sei, warf Hauptamtsleiterin Elke Müller in die Debatte während der Pressekonferenz. Die Veranstalter der Tauchaer Leseorte, so KuKuTa-Vorsitzender Hans-Jürgen Rüstau, trügen durch die eigenständige Organisation der Lesungen zum Gelingen der Lesereihe bei. Die erhobenen Eintrittsgelder seien zur Begleichung entstehender Kosten und geringer Autoren-Honorare erforderlich, so Rüstau weiter.
13 Veranstaltungen wird es in Taucha geben, 3 weniger, als im Jahre 2009; besondere Leseorte, wie z.B. das Pumpenhaus im Parthebad, sind nicht vorgesehen. Erstmals findet auch eine Lesung im Diakonat statt. Die Veranstalter versprechen sich interessante Lesungen, mit interessanten Autoren und interessanten Themen.
Am Mittwoch, dem 17. März, findet mit der Lesereihe "Taucha liest selbst" im Ratssaal die Eröffnungsveranstaltung mit sechs oder sieben Hobbyautoren statt, bei der außerdem das neue Thema des Literaturwettbewerbes 2010 Stadt Taucha verkündet werden wird. Partner dieses Wettbewerbes wird die LVZ sein. Musikalisch wird die Veranstaltung vom Duo "Two & Two" begleitet.
Die Veranstaltungspalette erstreckt sich über Lesungen zu historischen, zeitgeschichtlichen, regionalen, kriminalistischen und humoristischen Themen, eine Kinderbuchlesung sowie einen Literaturbrunch und eine Lesung mit "Minne-Gourmetmenue" und die Unterhaltung ist mit einer Lesung von "Häppchen" Helga Piur vertreten. In einem LVZ Leserforum mit dem verantwortlichen Lokalredakteur Ullrich Milde wird die Frage gestellt "Zeitung - wohin gehst du?"
Der Tauchaer Autor Reinhard Müller wird am 19.03. um 19 Uhr im Diakonat sein Buch "Die hohen Hundert - von den Irrlichtern der Macht" vorstellen. Er sieht das gleichzeitig als Auftakt zu einem von ihm initiierten "Politik-Stammtisch", der am 8. April erstmals im Cafe esprit zum Thema: "Wachstum und Unendlichkeit - Ressource ohne Ende?" stattfinden soll.
Nicht nur die Lesehungrigen kommen in Taucha auf ihre Kosten, auch die Tauchaer Hotels, wie das IBIS, sind durch die Buchmesse stark gefragt, war am Rande der Pressekonferenz zu erfahren.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler
Veranstaltungsplan
23.02.10 Lesebühne Leipzig zu Gast in Taucha
Die Lesebühne leipzig ist ein in der Kulturkneipe Süd in Leipzig-Connewitz beheimatetes Projekt. Der Leipziger Autor, Redakteur, Stadtführer, Regisseur und Moderator, Henner Kotte hatte 2006 die Idee eine Bühne für alle zu schaffen, die Mut haben, sich mit eigenen oder auch fremden Texten in der Öffentlichkeit vorzustellen. "Zuerst hatte ich noch eigene Texte in der Tasche, aber die brauche ich heute nicht mehr", berichtete Kotte über den schwierigen Anfang. Inzwischen hat Kotte einen festen Stamm von Autoren, die sich immer wieder auf der Lesebühne präsentieren. Aus dem Projekt ist inzwischen auch ein eigener Verlag entstanden, der fhl-Verlag. Zum ersten Mal hat die Lesebühne am Dienstag Abend ihr angestammtes Domizil in Connewitz verlassen und ging "on Tour" nach Taucha. Der Kunst- und Kulturverein Taucha (Kukuta) und das cafe esprit konnten als Gastgeber für die Lesebühne "Unterwegs" gewonnen werden. Ausdrücklich betonte Kotte zu Beginn der Veranstaltung: "Es müssen keine eigenen Texte sein", setzte aber hinzu: "aber ich freue mich immer wieder über Eigenes".
Insgesamt neun Autoren präsentierten sich auf der Lesebühne im esprit. Das literarische Spektrum war breit gefächert. Kurzgeschichten, Gedichte, Romane und Märchen waren genau so vertreten wie sozial-kritische und jugendlich-frische Texte. Der Tauchaer Filmfreund Jens Rübner eröffnete den Reigen und gewährte einen Blick hinter die Kulissen der DEFA. Dann stellte Brigitte Schubert ihr Märchen von der kleinen Feldmaus Agata vor, ein Auszug aus ihrem noch unveröffentlichten Buch: "Geschichten aus dem Schwemmsandland". Mit einer frivolen Kurzgeschichte des jungen Autors Vincent Schatten ging es weiter. Die bekennende Japan-Interessierte Claudia Thoß präsentierte die spannende Geschichte "Und alles wegen des Fisches", die natürlich in Japan spielt. Geschichten aus seiner Heimat Anger Crottendorf, die vermutlich auch dort passiert sind, stellte der junge Autor Max Beckmann vor. Luise Künnemann las die Geschichte einer Frau aus ihrem Roman "Vergessen wie überkochende Milch". Tauchas erste Literaturpreisträgerin Dagmar Ebert stellte noch einmal ihre Geschichte "Die Versöhnung, Annäherung an ein kleine Stadt" vor, was Henner Kotte zu der Bemerkung veranlasste, dass man schon mit seiner Stadt in Versöhnung leben sollte. Dabei war auch Uwe Stöß, Tauchas Literaturpreisträger aus dem vergangenem Jahr. Er behauptete in seinem vor kurzem im fhl-Verlag erschienenen gleichnamigen Buch, dass Sterne auch lügen können. Peter Pastor brachte mit Texten in sächsicher Mundart die Zuhörer zum Lachen. Die Texte stammten aus dem im Jahre 2002 im Tauchaer Verlag erschienen Buch "Sächs'sche Heileits".
Mit der Lesebühne ist es dem Kukuta wieder gelungen eine interessante Veranstaltungsreihe in die Parthestadt zu holen. Henner Kotte zeigte sich beeindruckt vom frischen Blumenstrauß, den die Autoren entfachten. Tauchas Nervenärztin Dagmar Ebert hob das breite Spektrum der Lesungen hervor und betonte in Hinblick auf die jungen Autoren. "Auch wenn mir ihr Lebensgefühl fremd ist", bin ich durch meine Arbeit damit vetraut". Am 6. April gastiert die Lesebühne wieder im cafe esprit. Dann haben die Tauchaer und ihre Gäste wieder für insgesamt 10 Minuten die Gelegenheit sich auf der (Lese-) Bühne im cafe esprit zu präsentieren.
Bericht IVT. Text und Fotos: Matthias Kudra
18.02.10 Gisela Steineckert kann spannend Geschichten erzählen
Zur 17. Blauen Stunde des Kunst- und Kulturvereins Taucha (KuKuTa) am 16. Februar war die Autorin Gisela Steineckert zu Gast. Moderator Tobias Meier brauchte sie auch gar nicht weiter vorzustellen, den zumeist älteren Zuschauern im cafe esprit ist die Steineckert ein Begriff. Hat sie doch insgesamt über 2600 Lieder geschrieben, darunter mit "Als ich fortging" für Dirk Michaelis auch einen echten Hit. Aber auch mit Komponisten, wie Thomas Natschinski, Günther Fischer und Arndt Bause, Schauspielern, u.a. Gojko Mitic, Horst Drinda, Dagmar Wünsche und Sängerinnen und Sängern wie Veronika Fischer, Barbara Thalheim und Jürgen Walter, um nur einige zu nennen, hat sie erfolgreich zusammen gearbeitet. Doch Meier interessierte sich eingangs der Blauen Stunde, mehr dafür, wie sie eigentlich zum Schreiben kam. "Das Schreiben hat mich ausgesucht", entgegnete sie den verblüfften Zuschauern im ausverkauften cafe esprit. Als kleines Kind hätte sie schon den Gesprächen der Erwachsenen gelauscht und war immer neugierig, wie diesmal die Geschichten erzählt wurden. Da war sie auch schon bei ihrer Kinheit. 1931 in Berlin geboren, wird Steineckert zu Beginn des Krieges nach Oberösterreich evakuiert und besucht dort eine 5-klassige Dorfschule. "Ja, ich habe die Schule geliebt", bekannte sie mehrere Male, zumal sie da auch selber unterrichten und Aufsätze zensieren durfte. Nach dem Ende des Krieges kehrt sie mit ihren Eltern und Geschwistern nach Berlin zurück, beginnt eine Lehre als Industriekaufmann und geht knapp siebzehnjährig ihre erste Ehe ein. Als ihr Kind groß wurde, lässt sie sich 1957 wieder scheiden. "Doch den Menschen meines Lebens habe ich erst mit 42 kennen gelernt und heute sind wir 37 Jahre glücklich verheiratet", umreißt sie kurz ihr Leben. Aber das Schönste für sie im Leben war, als sie Großmutter wurde. Darüber hat sie auch ein Buch geschrieben: "Ach Mama, Ach Tochter".
Überhaupt sind die Bücher für Steineckert wichtig und sie hätte noch nie zwei gleiche Widmungen in ihre Bücher geschrieben. Die Zuschauer im cafe esprit konnten sich davon überzeugen. Ja und manchmal sagen ihr zwei, drei Sätze was das für ein Mensch ist. Aber über Männer, wisse sie angeblich gar nichts und verriet das Geheimnis ihrer langen Ehe: die Interessen und Bedürfnisse des Anderen zu respektieren. Man müsse sich aber stets selber beobachten und auch bereit sein, sich ändern zu können. Ihre Geschichten kann sie immer erzählen, am meisten liebt die Steineckert aber, was sie gerade macht. Dabei hat sie sich bis auf Romane an fast alle literarischen Genres gewagt: Von Drehbüchern für Fernsehfilme - von denen 3 aber in der DDR verboten waren - angefangen bis zu Anthologien, Gedichten und Liedern. Ihre Liedtexte entwickelten dabei eine gewisse Eigendynamik, denn die Sänger machten sich ihre Texte oft zu eigen und übernehmen diese dann in ihr seelisches Eigentum. Dabei besitzt die Steineckert eine gewisse innere Musikalität, wie sie Tobias Meier verriet, denn sie könne den Text auf ein Lied machen, ohne ein zweites Mal die Melodie gehört zu haben. Musterbeispiel dafür "Als ich fortging", einen Text den sie für Dirk Michalis geschrieben hat, nachdem dieser mit einer Demo-Kassette der Melodie zu ihr kam. Über 30 Cover-Versionen dieses Liedes gibt es schon, Julia und Norman vom Duo "Two and Two", die den Abend musikalisch begleiteten, fügten am Ende der Blauen Stunde noch eine weitere hinzu. Für Julia und Norman, die schon seit 5 Jahren gemeinsam Musik machen, war es zugleich ihr erster TV-Auftritt, denn die Blaue Stunde wurde von Leipzig Fernsehen komplett aufgezeichnet und am Samstag um 18 Uhr gesendet.
Die nächste Blaue Stunde findet im Rahmen von "Leipzig liest in Taucha" zur Buchmesse am 20. März statt. Zu Gast ist dann die Schauspielerin Helga Piur "Häppchen".
Bericht IVT. Text und Fotos: Matthias Kudra
15.02.10 Aktuelle und fast vergessene Lieder mit dem "Tauchaer Brettl"
Da waren sie wieder, die besten Songs aus vier Jahren Kabarett des "Tauchaer Brettls". Manche waren noch im Ohr, andere fast schon vergessen. Aber das "Buch der Lieder", ein "Best off" aus den Kabarettprogrammen der vergangenen Jahre, "Unser tolles Rathaus", "Taucha taucht auf", "Natürlich chaotisch" und "Kreisverkehr" ließ sie alle wieder auferstehen.
Tobias Meier, Hans-Jürgen Rüstau, Jürgen Ullrich und Lutz Pohlers brachten die bekannten und auch die nicht mehr so bekannten Titel wieder auf die Bühne im "Café esprit". In Sketchen oder in der Moderation leiteten sie auf den Zusammenhang der Lieder zum dazugehörigen Programmteil über. Das Publikum, ohnehin meistens Stammgäste aus den Kabarettaufführungen, ging begeistert mit.
Manche Pointen oder handelnde Personen waren nicht mehr ganz so oder gar nicht mehr aktuell. Der Lauf der Zeit hatte sie einfach eingeholt. Wurde zum Beispiel der Tempelbau 2007 noch satirisch beleuchtet, ist er heute kein Thema mehr in Taucha; es sei denn, man trauert einer eventuell vertanen Chance nach... Auch das Thema Kreisverkehr als solches ist ob der gelungenen Funktionalität der neuen Verkehrslösung seit Weihnachten auch keine richtige Satire mehr. Aber den Schöppenteich "...aus dem die Stadträte ihre Kraft schöppen...", den gibt's immer noch. Und auch die Tatsache, dass es in Taucha, wenn Sperrmülltag ist, äußerst regen Fahrverkehr in den Wohngebieten gibt, die ist immer noch aktuell. Dass man aber trotzdem nicht böse auf die Parthestadt war und ist, bewies der Song der Müllmänner: "Für Taucha tun wir alles!".
Verwaltungen werden in der Kabarettszene schon immer gern aufs Korn genommen, da blieb die Stadtverwaltung Taucha einschließlich ihres Bürgermeisters natürlich auch diesmal nicht außen vor. Hausmeister Tobias und Klofrau Elfriede plauderten wieder Rathaus-Interna aus und Elfriede versuchte sich als Klo-Lyrikerin und verlas ihr Werk, zum Gaudi des Publikums, von der (Klopapier)Rolle ihres Lebens.
Hervorzuheben sind die gesanglichen Qualitäten von Tobias Meier sowie die Improvisationskunst aller Beteiligten, angesichts der wenigen Proben, die es für dieses Programm gab. Zwischen den Lieder und Sketchen sorgte Lutz Pohlers mit Stimme und Gitarre dafür, dass die Stimmung erhalten blieb. Auch er passte den einen oder anderen Song der Situation an.
Als Programmchef Hans-Jürgen Rüstau verkündete, dass man schon in den Vorbereitungen zum neuen Programm "Ich war noch niemals in New York" steckt, welches im Herbst gestartet wird, meinte ein Gast: "...und was machen wir bis dahin...?"- Eine gute Frage, die aber einmal mehr beweist, dass man in Taucha mit dem "Tauchaer Brettl" immer was zu lachen hat.
14.02.10 Tauchaer Handwerker auf der Neuen Messe
Auf der mitteldeutschen Handwerksmesse in der Halle 2 auf dem Geländer der Neuen Messe präsentieren sich insgesamt 233 Aussteller, um ihre die Leistungen zu zeigen und neue Produkte am Markt zu testen. "Durch starke Partner ist sie die größte Schau der Branche in den neuen Bundesländern und das wichtigste länderübergreifende Forum", heißt es in einer Presseerklärung der Leipziger Messe.
Unter den Ausstellern traf das Online-Magazin auch Handwerksbetriebe aus der Parthestadt. Auf einem Gemeinschaftsstand des Tauchaer Handwerkes präsentierten sich die Firmen Körbisbau, Tischlerei Mantke, sowie der "Fachbetrieb für Sicherheit Dahmer". Mit dabei auch IBV-Chef Achim Teichmann, der für den WOTA-Verbund (Wohnen in Taucha) einen kleinen Stand betreute. "Wir wollen uns mal in diesem Rahmen präsentieren, denn Taucha ist ja - nicht nur wegen seiner Nähe zu Leipzig - als Wohnstandort interessant und wir haben da ja Einiges zu bieten", so der Chef des städtischen Unternehmens.
Dirk Dahmer, Firmenchef des gleichnamigen Unternehmes und Vorsitzender des Handwerkervereins Taucha ist nicht das erste Mal auf der Messe. "Es ist wichtig, dass wir als regionale Firma hier präsent sind und unsere Leistungskraft und - möglichkeiten hier zeigen können".
Dirk Dahmer hatte einen echten Hingucker auf seinem Stand: Fanny, ein Model, dass sich im Body-Painting-Look zeigte und die Blicke der männlichen Fachbesucher (aber nur zeitweise...!) mehr auf sich zog, als auf die Firmenpräsentationen...
Die "mitteldeutsche handwerksmesse" und die Verbauchermesse "HAUS-GARTEN-FREIZEIT " kann man noch bis zum Sonntag, den 21.02.2010 besuchen..
Gleichzeitig warben die Handwerker für die Gewerbemesse 2010 in Taucha, die am 6. und 7. März 2010 in der Mehrzweckhalle stattfindet.
Bericht IVT. Text und Fotos: Reinhard Rädler
09.02.10 Kulturstammtisch präsentiert Liebeslyrik zum Valentinstag
Ganz im Zeichen des Valentinstages, dem Tag der Liebe, am 14. Februar stand die Februarausgabe des Kulturstammtisches. Unter dem Motto: "Die Liebe ist eine Himmelsmacht" trugen in einer Extra-Ausgabe des Stammtisches sieben Hobbyautoren Liebesgedichte, teils aus eigener Feder oder von anderen Autoren vor. Diesmal wurden die Gedichte aber nicht am (Stamm-) Tisch, sondern auf der Bühne im cafe esprit präsentiert. Jürgen Rüstau vom veranstalteten Kunst- und Kulturverein Taucha (KuKuTa), der den Abend moderierte eröffnete den Reigen mit seinem Gedicht "Die Liebe ist eine Himmelsmacht". Dann präsentierte Matthias Kudra einen Streifzug durch sein Leben in Gedichtform. Dabei versuchte er mit seiner Stimme die Gedichte fast liedhaft rüber zu bringen, wie es Jürgen Rüstau charakterisierte. Heiterer ging es dann weiter mit den Fiffschen Gaffeesachsen, die auch zum Thema Liebe bei der sächsichen Mudartdichterin Lene Voigt fündig geworden sind. Dabei präsentierten sie auch Texte in hochdeutsch, aus dem kürzlich erschienenen 5. Band der Lene-Voigt-Gesamtausgabe.
Dann betrat der Radefelder Arnold Sprosse die Bühne und brachte einen kleinen Ausschnitt aus seinem Programm mit Liebeslyrik und seinem ersten Gedichtband "Bind die Fesseln los", mit dem er durch sächsiche Lande tourt. Einen Teil seiner Gedichte hat er sogar vertont. Etwas aufgeregt und doch mit sicherer Stimme zeigte er, wie man sich durch Gedichte aus einem seelischen Tief heraus holen kann. In einem Gespräch mit dem Online-Magazin äußerte Sprosse, dass er die kulturelle Entwicklung in Taucha immer verfolgt hat und begeistert ist von dem, was hier stattfindet, z.B. der Literaturwettbewerb und "Leipzig liest in Taucha". Eine andere Facette der Liebe präsentierte Helga Barthels mit ihren "Schattenbildern", indem sie das Ende einer Beziehung eindrucksvoll reflektierte. Dann amüsierte sie die zahlreichen Besucher im cafe esprit mit ihrer noch unvollendeten Kurzgeschichte über Annoncenbekanntschaften. Kurzgeschichten - das ist auch das Metier von Tauchas Literaturpreisträgerin Dagmar Ebert. Aber heute präsentierte sie eine Auswahl von Liebesgedichten verschiedener Autoren, z.B. von Eva Strittmatter, Christoph Eisenhut und Christian Morgenstern. Eingangs bekannte sie "Ich kann keine Gedichte schreiben, aber ich liebe Gedichte". Ihre Auswahl aus verschiedenen Gedichtbänden rundete den schönen Abend mit Liebeslyrik im cafe esprit ab.
In zwei Wochen am 23. Februar, wenn die "Lesebühne on Tour" mit Henner Kotte im cafe esprit Station macht, sind Tauchas Hobbyautoren wieder aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen. Anmeldungen dazu nimmt Jürgen Rüstau gerne entgegen.
Bericht IVT. Text: Matthias Kudra, Fotos: Matthias Kudra und Klaus Hering
05.02.10 Tauchaer erfasst seit 35 Jahren Wetterdaten
Seit 35 Jahren erfasst der Tauchaer Wolfram Lenk Wetterdaten für den Deutschen Wetterdienst. Jeden Tag, im Winter um 6.50 Uhr und im Sommer um 7.50 Uhr sammelt er die Daten von Niederschlägen, also Regen und Schnee in Millimeter sowie den Niederschlagsverlauf, die Niederschlagsart- und Intensität, den Erdbodenzustand und weitere Wettererscheinungen, wie z.B. Starkwinde, Reif, Glatteis oder Nebel. Das alles trägt er gewissenhaft in ein Wettertagebuch ein, fasst die Daten monatlich zusammen und schickt sie dann zum Deutschen Wetterdienst. Bei Krankheit oder Urlaub übernimmt die Erfassung eine Gartennachbarin, dann allerdings nur die Grunddaten. 348 derartige Messstellen gibt es davon in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
"Ich als Gärtner musste schon in meiner Lehrzeit Wetteraufzeichnungen durchführen und von daher ist das schon zig Jahre mein Interesse gewesen", so der 70jährige zu seiner Motivation, während er in seinen Unterlagen blätterte.
Der diesjährige Winter, so hatte er es notiert, brachte über einen langen Zeitraum ab dem 16. Dezember viel Schneefall und Kälte. "Strenge oder lange Winter gabs schon immer. Durch die Medien wird heute vieles übertrieben", sagt er angesichts der vielen Diskussionen um den diesjährigen Winter.
Der Jahreswechsel 1978/79 brachte z.B. einen Temperaturabfall von etwas 30 Grad(!) in 24 Stunden, was hohe Schneefälle, die bis fast Anfang März anhielten, mit sich brachte. Das Wirtschaft, aber auch das normale Leben, war erheblich beeinträchtigt. Aber auch der Winter 1987 hatte es in sich: Am 13. Januar fiel in Taucha Neuschnee um die 37cm, der bis in den Februar hinein liegen geblieben ist.
Eine Wettervorhersage könne er eh nur örtlich begrenzt geben und die auch nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50%. "Aber selbst die Wetterprofis mit ihren Computermodellen haben da ihre Schwierigkeiten", lacht Wolfram Lenk. Den diesjährigen Winter sieht er allerdings noch bis Ostern mit ein paar Nachwehen andauern, denn zu Lichtmess am 2. Februar war schönes Wetter, was nach den Bauernregeln ein Indiz für diese Annahme sei.
Hier können Sie einen Rundfunkbeitrag für das Seniorenradio von Radio blau hören
Das der Winter Taucha noch im Griff hat, kann man ja Allerorten sehen. Beim gestrigen Rathausgespräch sagte Bauamtsleiterin Barbara Stein, dass es teilweise schwierig ist, durch parkende Fahrzeuge die Nebenstraßen ordentlich zu beräumen.
Sie appellierte an die Hauseigentümer, Wassereinläufe und Schnittgerinne freizuhalten und den Schnee nicht auf die Fahrbahn zu entsorgen. Es sollten dafür freie Grundstücksflächen genutzt werden.
Bei Salz und Streumittel gebe es keinen Engpass. Eng könnte es allerdings nach Ende des Winters mit einer flächendeckenden Reparatur der Frostschäden werden, denn die dafür zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich gerade mal auf 25.000 Euro.
Bericht IVT. Text: Reinhard Rädler. Fotos: Reinhard Rädler und Steffen Ettrich
02.02.10 Operettenballchor sucht Sänger - Männerchor feiert 60. Jubiläum
Der Männer - Chor Taucha e.V. begeht mit einem Jubiläumskonzert am
Samstag, den 13.03.2010, 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Taucha sein
60 - jähriges Bestehen.
Dazu hat er sich das Rundfunk - Blasorchester Leipzig, die befreundeten Männerchöre aus Ermlitz und Torgau sowie die Violinen - Solistin Frau Anna Maria Kronfeld, Leipzig eingeladen. Die Besucher dieses Konzerts dürfen wieder ein ausgewogenes und bemerkenswertes Programm erwarten. Alle Mitwirkenden freuen sich auf Ihren Besuch und einen schwungvollen Musikabend.
Der Vorverkauf erfolgt im Bürgerbüro des Rathauses, in der Buchhandlung "LeseLaune", im cafe esprit, im Gesundheitsstudio "Fit In"(WYN - Passagen) und durch den Männer-Chor. (Tel.: 34 722)
Erik Schober, der zum Jubiläumskonzert des Männer-Chores Taucha das Orchester und die Chöre dirigiert, sucht für den ebenfalls von ihm geleiteten "Johann Strauss Chor Leipzig" Sänger und Sängerinnen, die stimmlich sicher sind. Notenlesen ist nicht erforderlich, aber sie sollten in Gefühl für Musik und Bewegung.
Dieser Chor besteht aus 7 Männern und 7 Frauen und startete Mitte Januar seine Mitteldeutschland-Tournee. Weitere Auftritte sind in Weißenfels, Torgau, Grimma. Auch wird er als Operettenballchor Leipzig zum Operettenball und zum Muttertagskonzert im Gewandhaus (Organisator: Peter Zimmer) auftreten.
Alle Interessierten sollen sich bis zum 5.2.2010 bei Erik Schober (0341-4772289) melden. Es wird dann am 6.2. ein kleines Vorsingen stattfinden.
Bericht IVT nach Informationen von Fritz Strobelt und Erik Schober. Fotos: Reinhard Rädler
Bericht zum 160/55. Jubiläum aus unserem Archiv am 05.05.10
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